jetzt ist mein Schnuppertag schon ein bisscher her - Zeit genug, ihn nochmal Revue passieren zu lassen, und Zeit genug für eine Menge Gespräche.
es wird sicher eine Herausforderung, und inzwischen habe ich auch Lust darauf. Den Blinddarm, den wir an meinem Schnuppertag operiert haben, sah jedenfalls auf 1'700 m üner Meereshöhe auch nicht anders aus als in Zürich, und die Instrumente sind auch gleich. Der Schockraum sieht zwar ein bisschen anders aus, funktioniert aber nach dem gleichen Prinzip, wie ich ebenfalls live feststellen konnte. und für alle Fälle habe ich auch den Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach intensiv betrachtet, ich hoffe, wir werden gute Freunde.
es ist nett, sich ein kleineres kompakteres Krankenhaus vorzustellen: die Wege sind kurz und scheinen gut organisiert. Kein kilometerlanges Gerenne vom Büro auf's F West, von dort in den Notfall und dann wieder hoch in den F-OPS, von dort auf die Dialyse und dann zum Mittagessen - damit wäre ich schon knapp in St. Moritz! auf jeden Fall reduziert das den Abrieb meiner Schuhsolen, und sollte ich (17-Hauben Koch!) ein bisschen Speck ansetzen, gibt das wenigstens eine gewisse Isolation gegen die Kälte. da oben fängt es schon an zu schneien! und im Dezember beträgt die durchschnittliche Höchsttemperatur -1°C! Höchsttemperatur! wollte ich nicht irgendwo hin, wo es wärmer ist?
Sonntag, 14. September 2008
Freitag, 5. September 2008
erste Annäherung
da steige ich also nach drei Stunden Zugfahrt mit der Rätischen Bahn, seit neuestem UNESCO-Weltkulturerbe, durch malerische Landschaft aus dem Zug, und komme vom sommerlichen Zürich im Herbst an. Und definitiv nicht nur in einer anderen Jahreszeit, sondern auch in einer anderen Kultur. ca. 20 m hinter dem Bahnhof begegne ich einem ca. 12-jährigem Schüler, der höflich grüsst. aha, offenbar sagt man als Kind also einem wildfremdem Erwachsenen auf der Strasse "grüezi".
der Weg ins Krankenhaus, pardon: ospetal, ist zwar schön ausgeschildert (es geht sowieo einfach geradeaus), ich bin aber doch froh um das vertraute weisse H auf blauem Grund, um nicht nur aufs Erraten der rätoromanischen Beschilderung angewiesen zu sein. oh, und der Eingang ins Krankenhaus führt erst mal durch die Cafeteria ... ein Punkt schon mal für Samedan! ist das wirklich vertrauter als der Weg durch das von Schusslöchern durchsiebte Krankenhaustor mit den Kalaschnikow-Typen in Somalia? jedenfalls wesentlich gemütlicher, wenn auch dank der Baugrube davor nicht weniger staubig.
der Begrüssungs-Smalltalk mit dem scheidenden Chefarzt dreht sich dann sofort wieder um das Essen (Cafeteria!). Es sei nicht so berühmt, aber ab November kommt ein Chefkoch, der bisher in einem 17-Gaullt Millaut Restaurant gearbeitet hat. Zweiter Punkt! und dritter Punkt für das Timing! es wäre doch jammerschade, wenn dieser neue Koch erst im nächsten Frühjahr käme!
der Weg ins Krankenhaus, pardon: ospetal, ist zwar schön ausgeschildert (es geht sowieo einfach geradeaus), ich bin aber doch froh um das vertraute weisse H auf blauem Grund, um nicht nur aufs Erraten der rätoromanischen Beschilderung angewiesen zu sein. oh, und der Eingang ins Krankenhaus führt erst mal durch die Cafeteria ... ein Punkt schon mal für Samedan! ist das wirklich vertrauter als der Weg durch das von Schusslöchern durchsiebte Krankenhaustor mit den Kalaschnikow-Typen in Somalia? jedenfalls wesentlich gemütlicher, wenn auch dank der Baugrube davor nicht weniger staubig.
der Begrüssungs-Smalltalk mit dem scheidenden Chefarzt dreht sich dann sofort wieder um das Essen (Cafeteria!). Es sei nicht so berühmt, aber ab November kommt ein Chefkoch, der bisher in einem 17-Gaullt Millaut Restaurant gearbeitet hat. Zweiter Punkt! und dritter Punkt für das Timing! es wäre doch jammerschade, wenn dieser neue Koch erst im nächsten Frühjahr käme!
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