da steige ich also nach drei Stunden Zugfahrt mit der Rätischen Bahn, seit neuestem UNESCO-Weltkulturerbe, durch malerische Landschaft aus dem Zug, und komme vom sommerlichen Zürich im Herbst an. Und definitiv nicht nur in einer anderen Jahreszeit, sondern auch in einer anderen Kultur. ca. 20 m hinter dem Bahnhof begegne ich einem ca. 12-jährigem Schüler, der höflich grüsst. aha, offenbar sagt man als Kind also einem wildfremdem Erwachsenen auf der Strasse "grüezi".
der Weg ins Krankenhaus, pardon: ospetal, ist zwar schön ausgeschildert (es geht sowieo einfach geradeaus), ich bin aber doch froh um das vertraute weisse H auf blauem Grund, um nicht nur aufs Erraten der rätoromanischen Beschilderung angewiesen zu sein. oh, und der Eingang ins Krankenhaus führt erst mal durch die Cafeteria ... ein Punkt schon mal für Samedan! ist das wirklich vertrauter als der Weg durch das von Schusslöchern durchsiebte Krankenhaustor mit den Kalaschnikow-Typen in Somalia? jedenfalls wesentlich gemütlicher, wenn auch dank der Baugrube davor nicht weniger staubig.
der Begrüssungs-Smalltalk mit dem scheidenden Chefarzt dreht sich dann sofort wieder um das Essen (Cafeteria!). Es sei nicht so berühmt, aber ab November kommt ein Chefkoch, der bisher in einem 17-Gaullt Millaut Restaurant gearbeitet hat. Zweiter Punkt! und dritter Punkt für das Timing! es wäre doch jammerschade, wenn dieser neue Koch erst im nächsten Frühjahr käme!
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